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Hinweise für Qualitäter.

Wer kennt das Problem nicht?

Ein neues Produkt wird entwickelt seine Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit muß durch geeignete Tests und Prüfungen abgesichert werden. Für jedes Detail ist man verantwortlich und in super kurzer Zeit soll alles erledigt sein.

Wir können Ihnen diese Aufgabe nicht abnehmen, aber für den Bereich Umformtechnik, Stanzteile, Biegeteile und Baugruppen können wir allgemeine Angaben machen welche Prüfungen sinnvoll sind und welche Abläufe sich positiv auf die Kosten auswirken und welche nicht.

Ansatzpunkte sind dabei:

Bitte beachten Sie, dass diese allgemeinen Hinweise naturgemäß nicht Ihre konkrete Aufgabenstellung berücksichtigen können und wir aus diesem Grund grundsätzlich eine Haftung, die sich aus der Nutzung unserer Hinweise ergeben, ausdrücklich ausschliessen.

Verantwortung übernehmen wir jedoch gerne im Rahmen unserer Ingenieursleistungen. Hierbei erbringen wir konkret auf Ihre Aufgabenstellung bezogene Beratungsleistungen für die wir selbstverständlich einstehen.

Prüfhäufigkeit und Kosten

Es gibt bei umgeformten Teilen Merkmale deren Maße sich nur im Zuge von Verschleiß ändern können. Positionierfehler und ähnliche Schwankungen scheiden aus. Natürlich gibt es auch diese Art von Fehlern in Präzisionsstanzteilen. Bei der Bestimmung sinnvoller Prüfhäufigkeiten und Stichprobenumfang hilft Ihnen eine Einteilung dieser Merkmale in die obigen beiden Gruppen durch Ihren Lieferanten. Dieser muß wissen wie sein Produktionsprozeß aufgebaut ist und welchen Einflüssen das jeweilige Merkmal ausgesetzt ist. Weist der Lieferant das erste und das letzte Teil einer Produktionscharge aus genügt Ihnen die Prüfung von 2 Teilen um alle Teile der Charge damit maßlich zu erfassen. Dies gilt für die oben genannten nur durch Verschleiß veränderlichen Merkmale.

SPC und verschleißabhängige Merkmale

Häufig werden kritische Merkmale einer SPC geregelten Fertigung unterworfen. Je nach Produktionsprozeß kann es sich dabei auch um ein rein verschleißabhängiges Merkmal handeln. In solchen Fällen empfiehlt es sich auf die sonst übliche Zentrierung von Prozessen zu verzichten und den Prozeß deutlich außerhalb der Mitte zu beginnen. Durch den Verschleiß zentriert sich der Prozeß später von alleine die Erreichung der Verschleißmarke erfolgt dadurch aber später. Nehmen Sie den Lieferanten in die Pflicht dieser muß wissen wie seine Merkmale sich verhalten. Lassen sie sich Vorschläge zur Gestaltung von Prüfungen machen.

Eindeutige Meßbasis festlegen

Sorgen Sie für eine allgemeinverbindliche Meßbasis und Meßprozedur. Vor allem bei dünnen und empfindlichen Präzisionsstanzteilen kann alleine durch unterschiedliche Meßprozeduren ein unterschiedliches Meßergebnis erzielt werden. Daraus ergeben sich vermeidbare Diskussionen.

Berücksichtigen Sie die Einbausituation

Oft kommt es durch den weiteren Verbau von Präzisionsstanzteilen zu maßlichen Veränderungen am Stanzteil selbst. Klären Sie den Lieferanten auf was mit dem gelieferten Teil geschieht. Vereinbaren Sie Prüfungen die diese Umstände berücksichtigen. So müssen Prüfungen unter Umständen unter Ausübung bestimmter Kräfte oder aber in bestimmten Zwangspositionen vorgenommen werden, da es vorkommen kann, dass ein i.O. Teil in der Einbaulage plötzlich zum n.i.O. Teil wird. Ihr Lieferant sollte Ihnen sagen können welche Maßnahmen notwendig sind um solche Ausfälle im Vorfeld erkennen und vermeiden zu können.