Sie sind hier -> Tipps ->Einkäufer

Hinweise für Einkäufer.

Wer kennt das Problem nicht?

Ein neues Produkt wird entwickelt die notwendigen Zukäufe müssen an zuverlässige und preiswerte Lieferanten vergeben werden. Für jedes Detail in der Versorgungskette ist man verantwortlich und in super kurzer Zeit soll alles erledigt sein.

Wir können Ihnen diese Aufgabe nicht abnehmen, aber für den Bereich Umformtechnik, Stanzteile, Biegeteile und Baugruppen können wir allgemeine Angaben machen welche Besonderheiten zu beachten sind und woraus sich eventuell hohe Folgekosten ergeben können.

Ansatzpunkte sind dabei:

Bitte beachten Sie, dass diese allgemeinen Hinweise naturgemäß nicht Ihre konkrete Aufgabenstellung berücksichtigen können und wir aus diesem Grund grundsätzlich eine Haftung, die sich aus der Nutzung unserer Hinweise ergeben, ausdrücklich ausschliessen.

Verantwortung übernehmen wir jedoch gerne im Rahmen unserer Ingenieursleistungen. Hierbei erbringen wir konkret auf Ihre Aufgabenstellung bezogene Beratungs-leistungen für die wir selbstverständlich einstehen.

 

 

 

 

Nein wir wollen Ihnen nicht erklären wie Einkaufen geht. Das können Sie sonst wären Sie nicht in der Position die Sie bekleiden. Wir wollen nur auf ein paar Besonderheiten hinweisen die sich im Umgang mit Projekten unseres Tätigkeitsbereiches ergeben und in dieser Form nicht für jedes zu beschaffende Produkt gelten.

Für die Mengen geeignete Produktionsmittel

Bei der Gestaltung von umgeformten Bauteilen steht Ihnen eine große Auswahl verschiedenster Produktionsweisen zur Verfügung. Angefangen vom einfachen Handeinlegewerkzeug für 200 Teile je Stunde bis zum Hochleistungswerkzeug mit über 1000 Teilen je Minute. Zwischen diesen Extremen liegen nicht nur in der Produktionsgeschwindigkeit Welten sondern leider auch bei den Kosten. Achten Sie darauf, dass für Ihre Mengen geeignete Verfahren ausgewählt werden. Dazu ist natürlich eine realistische Bedarfsschätzung Grundvoraussetzung. Es gibt immer wieder Fehlschätzungen das liegt in der Natur der Sache. Es muss aber klar sein, dass sich hier im Falle von Fehlern auch erhebliche Spätfolgen ergeben können. Die Beschaffung von besonderem Material kann bei großen Mengen problemlos möglich sein, fallen die Mengen jedoch unter einen kritischen Wert kann es zu erheblichen Beschaffungsengpässen bis hin zum Lieferabriss kommen. Gleiches gilt für die Benutzung hochproduktiver Einrichtungen. Ist die Produktion auf diese automatisierten Abläufe ausgerichtet wird der vermeintliche Kostenvorteil bei kleineren Mengen schnell zum Nachteil.

Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Lieferanten verschiedene Produktionsszenarien berechnen. Fragen Sie ihn auch nach seinem Konzept für die EOP Mengen bzw. den allfälligen Ersatzbedarf.

Klare Eigentumsverhältnisse

Schaffen Sie klare Verhältnisse bezüglich des Eigentums von Produktionsmitteln (Werkzeugen, Einrichtungen) dies senkt eventuelle Kosten im Falle von Unstimmigkeiten in erheblichem Umfang.

Konstruktionsunterlagen

Verlangen Sie für Werkzeuge welche sich in Ihrem Eigentum befinden die Überlassung der Konstruktionsunterlagen. Ein guter Lieferant wird damit keine Schwierigkeiten haben. Sie selber sorgen damit aber dafür, das das Werkzeug für Sie den Wert dauerhaft behält.

Versicherungsschutz

Stellen Sie den Versicherungsschutz für die Produktionsmittel sicher (Feuer, Diebstahl zufälliger Untergang). Sprechen Sie Ihren Lieferanten darauf an, ob er entsprechende Vorkehrungen getroffen hat.

Achten Sie darauf, dass nicht mehr eingesetzte Werkzeuge aus diesem Schutz wieder heraus genommen werden.

Materialpreisbasis für Vergleiche

Verlangen Sie den Nachweis einer Materialpreisbasis um Transparenz in die Preisvergleiche zu bringen. Denken Sie daran, dass es gerade bei Buntmetallen bei den Metallpreisen und Edelstählen bei den Legierungszuschlägen mitunter zu eklatanten Schwankungen kommen kann. Wenn möglich sichern Sie diese Preise gegen Schwankungen ab.